Kreative Blockaden lösen: Die 3 häufigsten Ursachen (und was wirklich dagegen hilft)
- Anna Flick
- 22. Nov. 2025
- 7 Min. Lesezeit

Kennst du das? Du sehnst dich nach mehr Kreativität in deinem Leben. Die Ideen sind da, die Träume schlummern irgendwo in dir. Aber irgendetwas hält dich immer wieder auf. Irgendetwas hemmt dich. Und am Ende bleibt alles beim Alten.
Vielleicht ist immer etwas anderes wichtiger. Du schiebst es auf. Du räumst deinen kreativen Träumen keine Priorität ein. Du schreibst sie nicht auf deine To-Do-Liste.
Allem anderen schreibst du mehr Wichtigkeit zu als deinen kreativen Träumen.
Wenn das bei dir so ist, dann bist du nicht allein. Kreative Blockaden sind ein weit verbreitetes Phänomen – und gleichzeitig eines der wichtigsten Themen, wenn wir mehr Kreativität in unser Leben lassen wollen.
Denn hier ist die gute Nachricht: Oft sind wirklich nur diese Blockaden das fehlende Puzzlestück. Wenn du sie löst, kann die Kreativität plötzlich wieder fließen.
Was sind kreative Blockaden überhaupt?
Kreative Blockaden sind all die unsichtbaren Hindernisse, die dich davon abhalten, deine kreativen Träume zu verwirklichen. Sie sind die Stimmen in deinem Kopf, die sagen: „Das kannst du nicht. Das wird sowieso nichts." Sie sind die Gefühle von Überforderung. Die Schreibblockaden. Die Angst vor dem weißen Blatt.
Und sie sind der Grund, warum so viele kreative Träume jahrelang – manchmal jahrzehntelang – in irgendeiner Kiste im Keller oder tief in dir drin schlummern. Projekte, die du schon immer mal ausprobieren wolltest. Ideen, die du endlich umsetzen wolltest. Aber du traust dich nicht. Oder du sabotierst dich selbst.
Ich bin mir sicher: So vielen Menschen geht es genau so. So viele kreative Träume warten darauf, endlich ausgelebt zu werden.
Warum es sich lohnt, kreative Blockaden zu überwinden
Bevor wir zu den Ursachen kommen, lass mich dir etwas zeigen: Vielleicht hast du ihn schon erlebt, diesen wunderbaren Zustand, wenn alles im Fluss ist.
Der kreative Schaffensfluss – wenn Kreativität leicht wird
Wenn du in einem kreativen Fluss bist, geht alles leicht von der Hand. Du bist gut drauf, inspiriert, voller Ideen. Alles fügt sich ineinander. Du triffst die richtigen Leute, bekommst die richtigen Impulse. Du hast das Gefühl, dass du deine Bestimmung auslebst.
Ich kann dir sagen: Es ist ein wunderbarer Zustand. Ich liebe ihn. Wenn die kreativen Säfte fließen. Wenn einfach alles in deinem Leben im Fluss ist.
Und das Schöne: Dieser kreative Fluss weitet sich aus. Er begrenzt sich nicht nur auf deine kreativen Projekte. Wenn du in diesem kreativen Schaffensfluss bist, beflügelt das so viele andere Bereiche in deinem Leben. Deine Beziehungen. Deine Energie. Dein ganzes Lebensgefühl.
Genau deshalb lohnt es sich, deine kreativen Blockaden anzuschauen und zu lösen.
Die 3 häufigsten Ursachen für kreative Blockaden
Lass uns jetzt zu den wichtigsten Gründen kommen, warum du blockiert bist. Wenn du verstehst, was dich aufhält, kannst du gezielt etwas dagegen tun.
1. Innere Kritiker und negative Glaubenssätze – der Hauptgrund für Blockaden
Das ist, würde ich behaupten, der häufigste und tiefste Grund für kreative Blockaden.
Deine inneren Kritiker sind sehr, sehr aktiv. Sie flüstern dir ein: „Das kannst du nicht. Das wird sowieso nichts. Andere sind viel besser. Wer bist du denn, dass du das machen willst?"
Diese inneren Stimmen kontrollieren dein Leben. Sie lassen dich nicht losgehen. Sie sabotieren deine Träume, bevor du überhaupt angefangen hast. Sie vermiesen dir deine kreativen Träume.
Warum innere Kritiker so mächtig sind
Innere Kritiker und negative Glaubenssätze – das ist ein so großes Feld. Oft sind sie tief in uns verwurzelt, manchmal seit der Kindheit. Vielleicht hat jemand mal gesagt: „Du bist nicht kreativ." Oder: „Das kannst du nicht." Und diese Stimme ist geblieben.
Es lohnt sich wirklich, dich mit ihnen auseinanderzusetzen. Sie besser kennenzulernen. Zu verstehen, woher sie kommen. Und vor allem: zu lernen, wie du besser mit ihnen umgehen kannst, damit sie dein Leben nicht mehr kontrollieren.
Das ist ein Thema, auf das ich noch sehr viel tiefer eingehen werde, weil es so essentiell ist. Denn wenn du deine inneren Kritiker kennenlernst und ihnen ihren Schrecken nimmst, öffnet sich so viel Raum für deine Kreativität.
2. Fehlende Inspiration – wenn dein innerer Pool leer ist
Manchmal ist es auch ganz praktisch: Dir fehlt einfach die Inspiration.
Du sitzt vor deinem Newsletter und hast eine Schreibblockade. Du willst malen, aber weißt nicht, was. Du willst ein neues Projekt starten, aber alles fühlt sich leer an.
Dann kann es sein, dass dein innerer Pool an Bildern, an Ideen einfach leer gefischt ist.
Die Fischteich-Metapher: Warum Inspiration auffüllen so wichtig ist
Julia Cameron – eine bekannte Autorin im Bereich Kreativ-Mentoring, die das wunderbare Buch „Der Weg des Künstlers" geschrieben hat – erklärt es so: Unsere Inspiration ist wie ein Fischteich.
Wenn wir diesen Teich die ganze Zeit leer fischen und keine Fische mehr drin sind, haben wir keine Ressourcen, aus denen wir schöpfen können. Wir müssen ihn wieder auffüllen.
Auch in meiner Arbeit als Designerin ist das der erste Schritt: Wenn ich ein neues Logo-Projekt starte, sammle ich erst einmal ganz viele Inspirationen. Ich schaue mir an, was mich anspricht. Zeige es meinen Kundinnen. Schaue, was das in ihnen inspiriert. Das ist der erste Brainstorming-Prozess.
Die Lösung: Das Künstler-Date – dein kreatives Selbstpflege-Ritual
Eine meiner liebsten Methoden, um Inspiration zu tanken, ist das Künstler-Date. Das bedeutet: Du führst deinen inneren Künstler auf ein Date aus.
Du nimmst dir bewusst Zeit – einmal die Woche, einmal im Monat, je nachdem, was du realistisch schaffen kannst. Und du machst etwas, das dich inspiriert.
Ideen für dein Künstler-Date:
Ein Besuch auf dem Flohmarkt – alte Schätze entdecken
In der Kinderbuchabteilung einer Buchhandlung sitzen und dir schöne Illustrationen anschauen
Durch eine Bibliothek streifen und dich treiben lassen
Deinen Lieblingspodcast anhören oder neue Podcasts entdecken
TED-Talks schauen, die dich berühren
Allem folgen, was dieses Kribbeln in deiner Magengrube auslöst
So wird dein Künstler-Date am wirksamsten:
Der wichtigste Tipp von Julia Cameron: Mach das Künstler-Date alleine. Folge nur deinem Rhythmus, deinem intuitiven Weg. Ohne Ablenkung durch Freunde. Nur du und deine Inspiration.
Natürlich sind Regeln auch da, um gebrochen zu werden. Probier einfach aus, was für dich besser passt. Aber versuch es zumindest einmal alleine – und spüre, wie es sich anfühlt.
Mach einen Pakt mit dir selbst: Du gehst regelmäßig auf dieses Date. Mit dir. Für deine Kreativität. Du füllst deinen inneren Fischteich wieder auf.
Du weißt intuitiv, was dich inspiriert. Und wenn du es gerade nicht weißt, dann brainstorme mal: Was waren Dinge, die viel in dir ausgelöst haben? Die dich motiviert haben? Wo du danach voller Energie warst?
3. Zu viele Ideen – wenn kreative Fülle zur Blockade wird
Das ist das andere Extrem. Und ich kenne es sehr gut.
Du hast nicht zu wenig Ideen – du hast zu viele. Du bist überflutet von Inspirationen. Und paradoxerweise ist das auch blockierend.
Du denkst: „Ich habe so viele Ideen – mit welcher soll ich überhaupt losstarten? Wenn ich die eine umsetze, kommt die andere zu kurz. Ich verpasse etwas."
Dieses „Fear of Missing Out" auf deine eigenen Ideen kann dich komplett lähmen. Du bist in Stagnation. Du fühlst dich überfordert. Du weißt nicht, wo du anfangen sollst. Und am Ende machst du gar nichts.
Die Lösung: Fokus auf EINE Idee – und Frieden mit dem Rest
Hier ist mein Tipp für mehr kreative Klarheit:
Schritt 1: Schreib alle deine kreativen Projekte und Ideen auf ein Blatt Papier. Wirklich alle. Diese Übung empfehle ich dir übrigens generell, wenn du mehr Kreativität in dein Leben lassen willst.
Schritt 2: Schau dir deine Liste an und frag dich: Welches Projekt bereitet dir am meisten Freude, wenn du darüber nachdenkst, es JETZT anzustarten? Welches löst momentan die meiste Inspiration und Motivation in dir aus? Wo kriegst du dieses Kribbeln?
Schritt 3: Fang mit dieser EINEN Idee an. Und lass die anderen ruhen.
Schenke dieser einen Idee deinen vollen Fokus. Deine volle Aufmerksamkeit und Liebe. Und schau, wohin sie dich bringt.
Warum du nicht alle Ideen umsetzen musst
Hier kommt ein Gedanke, der mich sehr befreit hat: Nicht alle Ideen sind dafür da, von dir ausgelebt zu werden.
Manche Ideen sind einfach im Äther vorhanden. Wir schnappen sie auf – als kreative, intuitive Menschen. Aber vielleicht sind sie nicht unsere Ideen. Vielleicht liegt es nicht auf unserem Lebensweg, sie umzusetzen. Vielleicht sind sie für jemand anderen bestimmt.
Du musst nicht jede Idee umsetzen, die du hast.
Das kann so viel Druck von dir nehmen. Diesen Druck loszulassen, dass du alles machen musst. Dass du immer perfekt sein musst. Dass keine Idee verloren gehen darf.
Der richtige Zeitpunkt für deine anderen Ideen wird vielleicht kommen. Oder vielleicht auch nie. Wenn du dir die Liste in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren nochmal anschaust, wirst du merken: „Okay, manche dieser Ideen sind jetzt gar nicht mehr wichtig. Die waren gar nicht meine."
Und das ist auch okay. Lass die Ideen gehen, die nicht zu dir gehören.
Eine kraftvolle Übung: Mach deine Blockaden sichtbar
Jetzt, wo du die drei häufigsten Ursachen für kreative Blockaden kennst, kommt die praktische Arbeit.
Hier ist eine Übung, die ich dir wirklich ans Herz legen möchte:
Schritt 1: Brainstorming
Schreib all deine kreativen Ideen auf einen Zettel. Alles, was du gerne umsetzen möchtest. Lass es einfach rausfließen.
Schritt 2: Auswahl
Such dir EINE Idee raus – die, die dich am meisten anzieht. Die, bei der du dieses innere „Ja!" spürst.
Schritt 3: Blockaden erforschen
Und jetzt kommt der wichtige Teil: Schau dir an, was für Blockaden in dir hochkommen, wenn du an dieses Projekt denkst.
Was für Widerstände spürst du? Welche Glaubenssätze tauchen auf? Welche Gefühle, Eindrücke, Emotionen kommen hoch?
Schreib einfach alles auf, was dich in diesem Moment davon abhält, in die Umsetzung zu kommen. Wie du dich selbst sabotierst. Was die kritischen Stimmen sagen.
Mach dir das bewusst.
Das ist der erste wichtige Schritt, um kreative Blockaden aufzulösen: Dass wir uns darüber bewusst werden, wann sie auftauchen. Was das für Blockaden sind. Dass wir sie uns im Detail anschauen – ohne sie sofort wegzuschieben oder zu bewerten.
Dein nächster Schritt: Von der Blockade in den Flow
Kreative Blockaden zu lösen ist ein Prozess. Es passiert nicht über Nacht. Aber es lohnt sich. So sehr.
Denn auf der anderen Seite wartet dieser wunderbare kreative Fluss. Dieses Gefühl, dass du deine Bestimmung auslebst. Dass deine Ideen endlich Raum bekommen. Dass du deine kreativen Träume immer mehr in dein Leben integrierst.
Du kannst deine Blockaden überwinden. Das sage ich wirklich aus eigener Erfahrung. Es gibt so viele Hilfestellungen, so viele wirksame Methoden:
Das bewusste Auseinandersetzen mit deinen inneren Kritikern
Regelmäßige Künstler-Dates, um deinen Inspirations-Pool aufzufüllen
Fokus auf EINE Idee statt dich in zu vielen zu verzetteln
Journaling und kreative Selbstreflexion
Mit der Übung von heute – dem Aufschreiben deiner Ideen und Blockaden – machst du den ersten wichtigen Schritt. Ich wünsche dir ganz viel Deep Diving, wenn du über deine eigenen kreativen Blockaden nachsinnierst.
Bleib dran. Sei sanft mit dir. Und gib deiner Kreativität den Raum, den sie verdient.
Deine Kreativ-Komplizin,
Anna Marlena
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